Was tun bei einem Wildunfall?


wildunfall

Nachts mit dem Auto abseits der Autobahn unterwegs - im Herbst oder Winter ist das ganze noch eine Spur prekärer. Die Straße durch den Wald ist dunkel. Ab und an kommt ein Auto entgegen und blendet, weil der Depp das Fernlicht nicht abblendet. Oder weil das plötzlich auftauchende Licht einfach in den an die Dunkelheit gewohnten Augen blendet. Die Bäume links und rechts der Straße kommen einem vor wie eine schwarze Wand. Im Fernlicht reflektieren und irritieren manchmal Leitpfosten.

Die meisten Unfälle passieren in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen besondere Gefahrenschwerpunkte bedeuten. Hier ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen: die Tiere ziehen zur Äsung vom Wald auf die Felder und suchen dann wieder den Schutz des Waldes. Diese Gefahrenbereiche werden ausgeschildert.

wildwechsel

Von Juli bis Januar ist Blatt- oder Brunftzeit. Viele Tiere sind auf „Freiesfüßen”, ihre Reaktionen sind dann spontaner und deshalb für noch gefährlicher, da für den Autofahrer unberechenbarer.

Jeder Autofahrer kennt das. Es strengt sehr an: immer aufmerksam, wachsam, weil jeden Moment ein Tier vor das Auto laufen könnte. Tempo anpassen, Abstand halten und bremsbereit sein – vor allem dort, wo gezielt vor Wildwechsel gewarnt wird, ist das wichtig. Es passiert zwar selten ein Wildunfall, aber wenn es doch einmal soweit ist, kann dies schlimme Folgen mit sich bringen. Zur Info hier mal die Bremswege & Wildaufprallgewichte:

bremsweg

Sobald man Wild am Straßenrand sichtet, sofort abbremsen und auf die Hupe gehn, um das Tier zu verscheuchen. Aber bitte niemals das Fernlicht aufblenden: das Tier wird dadurch geblendet. Es verliert dadurch die Orientierung und wird zur Lichtquelle hin und somit auf die Straße laufen. Wenn man ein Tier sieht, bitte unbedingt das Fernlicht abblenden – also ausschalten.

WICHTIG: Wildtiere sind Rudeltiere!

Daher abwarten, ob noch weitere Tiere des Rudels hinterher kommen.

Eine ganz dumme Reaktion von vielen Autofahrern: der Versuch einem vor das Auto gelaufenen Tier auszuweichen und es somit zu schützen. Dadurch entsteht für sie und ggf. andere Verkehrsteilnehmer eine immense Gefahr: ein Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen am Straßenrand. Diese enden oft fatal. Daher gilt: Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, Lenkrad festhalten und kontrolliert bremsen - so raten die Automobilclubs.

Was tun, wenn es doch einmal zu einem Wildunfall kommt?

Vor allem: Ruhe bewahren! Bringen Sie das Auto zum Stillstand und:

  • Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie und alle weiteren Fahrzeuginsassen Warnwesten an, sichern Sie die Unfallstelle und versorgen Sie eventuell verletzte Personen
  • Informieren Sie die Polizei über Ihren Unfall
  • Bleiben Sie so lange bei dem verletzten Tier, bis Hilfe eintrifft
  • Machen Sie Fotos von der Unfallstelle und dem Tier und notieren Sie die Kontaktdaten möglicher Zeugen

Auch wenn es unheimlich schwer fällt: Die Eigensicherung geht vor. Ein verletztes Tier niemals anfassen! Es kann unter starken Schmerzen leiden und dann vor lauter Panik um sich beißen. Einem angefahrenen und verletzten Tier, das flüchtig ist, nicht folgen. Damit der Jäger oder Förster später mit einem ausgebildeten Hund dem verletzten Tier folgen und es von seinem Leiden erlösen kann, Fluchtrichtung merken oder markieren. Außerdem gilt: Ein verletztes oder totes Tier darf niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Damit machen Sie sich i.S.d. Gesetzes der Wilderei strafbar. Strafanzeige droht!

Sehr hilfreich: Bitten Sie die Polizisten vor Ort Ihnen eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung zu erstellen. Diese reichen Sie dann bei ihrer eigenen Kfz-Versicherung ein. Dies ist besonders wichtig für Sie, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist.

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